Kinesiologie gegoogelt - Angela Merkel berichtet
Eine Suchanfrage am 5.Juni 2009 bei der Internetsuchmaschine Google mit der Einstellung „eindeutige Filterung“ und dem Stichwort „Kinesiologie“ bringt international mehr als 1.000.000 Seiten und immerhin noch 558.000 Seiten auf Deutsch. Der Englische Begriff „Kinesiology“ bringt es auf stattliche 4.810.000.
Interessant ist die Kombination „Kinesiologie“ und „Erfahrungsbericht“, sie bringt 289.000 Seiten. Es lohnt sich sicher mal, das auszuwerten. Der Text "Warum hilft Kinesiologie?" bringt keine Treffer - da könnt ihr Leser mal was dazu schreiben oder ist es deshalb, weil noch keiner die Methode richtig versteht? „Wem hilft Kinesiologie?“ bringt magere sechs Treffer, „Wie hilft Kinesiologie?“ immerhin schon acht, wogegen die Formulierung „Wann hilft Kinesiologie?“ relativ beliebt ist und schon 177 Ergebnisse bringt.
(Nochmals der Hinweis: alle Google-Suchen wurden mit der Einstellung „eindeutige Filterung“ gemacht, und die Suche wurde wiederholt, bis ein stabiler Trefferwert angezeigt wurde“.)
Das Geschlechterverhältnis steht zu Gunsten der Frauen: Google bringt für „Kinesiologin“ 65.700 Treffer und für „Kinesiologe“ 44.900, also etwa 1,00 : 0,68. Die Gelben Seiten bringen 565 Treffer bei dem Stichwort „Kinesiologie“, 54 Treffer für „Kinesiologe“ und 52 Treffer für „Kinesiologin“, also etwa 1:1.
Beide Zahlen spiegeln aber nicht das kinesiologische Geschlechterverhältnis in den Seminaren wieder, das erfahrungsgemäß eher geschätzte 1:10 zugunsten der Frauen ist. Man könnte aus den Zahlen der Suchmaschinen schließen, dass die wenigen Männer in der Kinesiologie im Internet viel aktiver sind, da sie doch fast gleichhäufig angezeigt werden, wie die Frauen.
Und wie ist das Begründerranking? Nun, da ergeben sich folgende Trefferzahlen, sucht man die zusammenhängenden Namen („…“) in Verbindung mit den Begriffen „Kinesiology“ und „Kinesiologie“ auf den internationalen Seiten. Die Zahlen für beide Suchen wurden addiert:
- George Goodheart: 16.720
- John Thie: 8550
- Paul Dennison: 7290
- Dietrich Klinghardt: 5880
- Gordon Stokes: 3400
- Fred Gallo: 3210
- Jimmy Scott: 2720
- Daniel Whiteside: 2133
- Charles Krebs: 2041
- Bruce Dewe: 1949
- Richard Utt: 1348
- Ian Stubbings: 292
Haben wir jemanden vergessen – bestimmt. Mag der geschätzte Leser selbst mal suchen. Die Reihenfolge der hier aufgelisteten Personen lässt keinen Rückschluss auf die Qualität ihrer Arbeit oder ihrer Methoden zu, sondern spiegelt deren öffentliche Präsenz wieder.
Albert Einstein scheint allerdings der ungekrönte König der Kinesiologie zu sein, die Suche, mit seinem Namen und „Kinesiology“ bzw. "Kinesiologie" verknüpft, bringt über 23.000 Einträge, zuletzt auch deshalb, weil viele Straßen nach ihm benannt sind und er für seine originellen Zitate oft bemüht wird.
Natürlich konnte der Autor, selbst Kinesiologe, nicht widerstehen, seinen eigenen Namen in Verbindung mit Kinesiologie bzw. Kinesiology zu suchen. Er fand summierte 786 Treffer. Mal schauen, ob dieser Artikel die Trefferzahl um zwei erhöht, denn beide Begriffe werden hier erwähnt.
Etwas Witziges am Schluss: Gibt man „Angela Merkel“ + „Kinesiologie“ bei Google ein, bekommt man folgenden Text (Zitat): „[Anzeige] Informationsabend in Zentrum für Angewandte Kinesiologie ... Angela Merkel berichtet, wie sie in der DDR jahrelang als Aktmodell arbeiten musste ...“ Na, wenn das nicht eine höchst interessante Kinesiologieveranstaltung war.
Mit Grüßen
Klaus Schäfer














